Da die Gemeinde Tiefenbach nicht ausschließen kann, dass auch in unserem Gemeindegebiet für den Digitalfunk (BOS-Funk) ein Standort gebraucht wird, möchten wir die Bürgerinnen und Bürger auf die Thematik aufmerksam machen. Die Gemeinderatsmitglieder haben in der Sitzung vom 03.05.2011 das gemeindliche Einvernehmen für den Bauantrag des BOS-Funkmastes verweigert. Nähere Informationen dazu gibt es unter dem Link des Bayerischen Staatsministeriums
(http://www.stmi.bayern.de/imperia/md/content/stmi/sicherheit/inneresicherheit/diginet/infobriefe/infobroschuere_100622.pdf).
Infobrief Digitalfunk für die BOS in Bayern; Nr. 15 - September 2011
Häufige Kritikpunkte am BOS-Digitalfunk
Einführung des Digitalfunks
Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sind bewährter Garant der Inneren Sicherheit in Deutschland. Zu ihnen gehören insbesondere die Feuerwehren, Katastrophenschutzbehörden, Rettungsdienste, das THW, der Zoll sowie die Polizeien von Bund und Ländern.
Die bisherigen analogen Kommunikationsnetze für die BOS sind allerdings in die Jahre gekommen. Sie werden immer störanfälliger und müssen bundesweit dringend durch moderne Technik ersetzt werden.
Die Einführung der Digitalfunktechnik ist für Einsatzkräfte und damit für die Sicherheit der Menschen im Freistaat ein notwendiges und zukunftsweisendes Großprojekt.
Zum Wohle und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist ein enges Zusammenwirken des Freistaats, der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und der Kommunen von herausragender Bedeutung.
Bei der Umrüstung auf den Digitalfunk wird kein zusätzliches Mobilfunknetz aufgebaut, sondern der bestehende Analogfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) durch den Digitalfunk ersetzt.
Bislang haben wir in Bayern - je nach Region - parallel bis zu sechs voneinander unabhängige analoge Funknetze (Bayerische Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Katastrophenschutz und Zoll), jeweils im 2- und im 4-Meter-Bereich.
Mit der Umrüstung auf Digitalfunk lösen wir die bis zu sechs analogen Funksysteme durch ein gemeinsames flächendeckendes digitales Funknetz ab.
Damit können nach der Einführung des Digitalfunks bei allen unseren Einsatzkräften bayernweit rund 3.500 entbehrlich gewordene Analogfunkanlagen von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Katastrophenschutz sowie Polizei nach und nach abgebaut werden. Mittelfristig können wir so die Gesamtzahl der Funkantennen deutlich verringern.
Viele analoge Funkmasten können mittelfristig zurückgebaut werden!